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Ab sofort kostenlose Schnelltests

Der Startschuss für kostenlose Corona-Schnelltests ist gefallen: Am heutigen 12. März hat mit der Praxis Dr. Dr. Raschke in Euskirchen das erste Schnelltestzentrum eröffnet. Weitere werden ab dem kommenden Montag, 15. März, folgen. „Ich finde es beeindruckend, was hier trotz der sehr kurzen Vorlaufzeit auf die Beine gestellt wurde“, sagte Landrat Markus Ramers bei einer Pressekonferenz im Blankenheimer tribea-Gesundheitszentrum, das ab Montag als Schnelltestzentrum an den Start geht. „Die Schnelltests sind neben höherem Tempo beim Impfen und digitaler Kontaktpersonennachverfolgung das dritte wichtige Instrument, um perspektivisch weitere Lockerungen zu ermöglichen“, so Ramers.

Neben der Euskirchener Arztpraxis und dem Blankenheimer tribea-Gesundheitszentrum konnte Manfred Poth, der Allgemeine Vertreter des Landrats, am Freitag mit der Glück-Auf-Apotheke in Mechernich und der Bären-Apotheke in Weilerswist-Lommersum zwei weitere Einrichtungen verkünden, die in Kürze kostenlose Schnelltests anbieten. „Weitere werden kurzfristig folgen“, so Poth, der konkret ein Angebot des Malteser Hilfsdienstes in Euskirchen und ein weiteres der Gemeinde Hellenthal benannte. Eine Übersicht über die Testzentren, deren Öffnungszeiten und Anmeldemodalitäten befindet sich auf der Homepage des Kreises unter https://corona.kreis-euskirchen.de. Diese Liste wird laufend aktualisiert und erweitert.

„Wir haben inzwischen Interessensbekundungen und Anträge aus nahezu allen Kommunen des Kreises“, so Poth. „Interessierte Arztpraxen müssen ihre Absicht, ein Testzentrum zu betreiben, nur dem Kreis-Gesundheitsamt mitteilen. Apotheken und alle sonstigen Institutionen brauchen eine Genehmigung des Amtes, die – bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen – sehr kurzfristig erteilt wird.“ Die Anträge sollten im Idealfall bis zum 19. März vorliegen, da im Anschluss weitere Genehmigungen nur noch bei Bedarf erteilt würden.

„Sollten es im Anschluss noch weiße Flecken im Kreisgebiet geben“, so Poth weiter, „dann werden wir vermutlich ein mobiles System aufbauen, zum Beispiel mit Bussen.“ Übrigens sind die Testzentren grundsätzlich für alle geöffnet, nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der jeweiligen Kommune.

Die Corona-Schnelltests sind in der jüngsten Bund-Länder-Konferenz vereinbart worden. Danach hat jeder das Recht auf einen kostenlosen Test pro Woche. Die Kosten übernimmt der Bund, für die Bürgerinnen und Bürger sind die Tests kostenlos. Die Corona-Schnelltests sind nur für symptomfreie Menschen! Wer krank ist und entsprechende Symptome hat, muss nach wie vor einen Arzt konsultieren.

Das Ergebnis des Schnelltests steht nach etwa 15 Minuten fest. Bei einem positiven Ergebnis erfolgt eine Weitergabe des Testergebnisses an das Gesundheitsamt, das einen PCR-Test veranlasst. Selbstverständlich muss sich der Getestete sofort in Quarantäne zu begeben. Ein negatives Testergebnis von einem anerkannten Testzentrum hat „Zertifikatseigenschaft“ und wird im Rahmen der Vorschriften der Corona-Schutzverordnung anerkannt. Hingegen haben die in Supermärkten angebotenen Selbsttests keinen amtlichen Charakter und dienen ausschließlich der privaten Orientierung.

Die Blankenheimer Bürgermeisterin Jennifer Meuren dankte der Kreisverwaltung, „dass man uns als Kommune mit ins Boot genommen hat.“ Man wollte zeitnah an den Start gehen und habe mit dem tribea-Gesundheitszentrum einen zuverlässigen Partner gefunden, „der auf unsere Anfrage hinein innerhalb von einer Minute zugesagt hat. Das war ein sehr gutes Miteinander aller Beteiligten.“ Dies bestätigt auch Dirk Hartmann, der das Gesundheitszentrum zusammen mit Gerald Schäfer betreibt. „Die Gemeinde hat uns letztes Jahr kurzfristig unterstützt, von daher mussten wir nicht lange überlegen. Außerdem ist unser Betrieb ohnehin aufgrund des Lockdowns gerade geschlossen.“

Dennoch hofft er, dass der Alltag möglichst bald wieder ins Gesundheitszentrum zurückkehrt. „Vielleicht gibt uns die Politik ja die Möglichkeit, dass unsere Kunden nach einem negativen Schnelltest trainieren dürfen? Das wäre die ideale Kombination aus Testzentrum und Gesundheitszentrum.“ Darüber hinaus betont Dirk Hartmann, dass beide Einrichtungen komplett voneinander getrennt sind. Der Schnelltest ist als „Drive-In“ konzipiert, so dass man nur am Haus vorfahren muss. Ein Mitarbeiter macht dann den Abstrich, während man im Auto sitzt. Das Ergebnis wird dann im Normalfall digital übermittelt, auf Wunsch aber auch ausgedruckt.

„Das ist großartig, wie das hier gelöst wurde“, lobte Landrat Markus Ramers das Engagement in seiner Heimatgemeinde.

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